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An der Spitze der Zentralregierung mit Sitz in La Paz steht der für fünf Jahre gewählte Präsident. Aufgrund der sehr häufigen Umstürze konnten sich jedoch nur wenige über die volle Legislaturperiode halten.
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Das Zweikammer-Parlament besteht aus der Abgeordnetenkammer (Cámara de Diputados) mit 130 Abgeordneten als Unterhaus (Cámara baja) und dem Senat (Senado) mit 27 Senatoren (drei aus jedem Departamento) als Oberhaus (Cámara alta). Die Mitglieder beider Kammern werden für je fünf Jahre gewählt. Es besteht Wahlpflicht.
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Der Oberste Gerichtshof hat seinen Sitz in Sucre, der formellen Hauptstadt des Landes.
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Die Verfassung bestimmt die Lehre der Römisch-Katholischen Kirche als Staatsreligion, gewährt den Bürgern aber Religionsfreiheit.
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Bolivien ist gerade dabei, sich eine neue Verfassung zu geben, mit Hilfe der Asamblea Constituyente.
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Die Streitkräfte Boliviens sind unterteilt in die Armee (Ejército Boliviano), die Marine (Fuerza Naval Boliviana) und die Luftstreitkräfte (Fuerza Aérea Boliviana). Ebenfalls militärisch organisiert ist die Nationalpolizei (Policía Nacional de Bolivia).
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Zwar gibt es eine grundsätzliche Wehrpflicht, falls es jedoch genug Freiwillige gibt, wird auf Einberufungen verzichtet. Die Freiwilligen müssen mindestens 18 Jahre alt sein; bei Einberufungen erlaubt das Gesetz aber, die Altersgrenze bis auf 14 abzusenken. Laut Schätzungen sind 40% der Streitkräfte unter 18 Jahren alt, die Hälfte davon sogar unter 16.
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Die Dauer des Wehrdienstes beträgt 12 Monate. Die Gesamtstärke der Streitkräfte schwankt zwischen 31.500 und 35.000 Mann, davon etwa 20.000 Wehrdienstleistende.
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Die Militärausgaben betrugen 2003 vergleichsweise niedrige 123 Mio US-$, damit jedoch immerhin 1,6 % des Bruttoinlandsprodukts. Zur Anschaffung neuer Ausrüstung sind die bolivianischen Streitkräfte daher weitgehend auf US-Militärhilfe angewiesen.
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Die bolivianische Armee ist mit rund 25.000 Mann die bei weitem stärkste Teilstreitkraft innerhalb des bolivianischen Militärs. Mit rund 50 leichten Kampfpanzern, 76 Artillerie- und 50 Flugabwehrgeschützen ist sie aber vergleichsweise schwach für einen Krieg gegen einen äußeren Feind ausgerüstet (Quelle: www.globaldefence.net). Die Armee Chiles - zu dem die Beziehungen immer noch gespannt sind - zum Beispiel hat nicht nur ein 24x grösseres Budget, sondern ist auch mit Hunderten von moderneren schweren und leichten Panzerfahrzeugen, unter anderem 250 Leopard Panzern, wesentlich stärker ausgestattet.
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Seit dem Salpeterkrieg hat sich die Armee denn auch mehr und mehr auf die "Innere Sicherheit" konzentriert.
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Bolivien hat zwar seit dem Salpeterkrieg keinen Zugang mehr zum Pazifik, besitzt aber dennoch eine kleine Marine-Truppe. Obwohl der Salpeterkrieg schon mehr als ein Jahrhundert zurück liegt, besteht unverändert Hoffnung auf die Wiedergewinnung eines zwischen Chile und Peru verlaufenden Korridors zum Pazifik. Dieses langfristige Ziel verleiht der (ohne Marineinfanterie) 1.800 Mann starken Marine Aufschwung, die zumindest für die nähere Zukunft eine reine Binnenmarine bleibt. Die Kommandostruktur umfasst sechs Marinebezirke, jeder mit einer Flottille ausgestattet. Ein Bezirk umfasst den Titicaca-See, die übrigen liegen an den großen Flüssen.
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Das größte Schiff ist ein Hochsee-Frachter, die "Libertador Bolívar", von der Marine bemannt, um eine seemännische Ausbildung zu gewährleisten für den Fall, dass der Korridor entsteht und die Marine wieder von einem bolivianischen Hafen an der Pazifikküste operieren kann. Das Schiff wird als normales Handelsfrachtschiff eingesetzt, dessen Einnahmen dem Marineministerium zufließen. Es ist ein Geschenk Venezuelas und hat seinen Heimathafen in Argentinien. Die restliche Marine besteht aus etwa 60 Patrouillenbooten und Patrouillenbarkassen sowie aus einem der Marine gehörenden Patrouillenflugzeug vom Typ Cessna U 206.
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Zur Marineinfanterie zählen weitere etwa 1.700 Mann. Die Haupteinheit ist das Marineinfanterie-Bataillon "Almirante Grau" mit einer detachierten Kompanie in jedem Marinebezirk.
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Die bolivianische Luftwaffe umfasst rund 3.000 Mann. Die Ausstattung ist größtenteils überaltert; dazu gehören u.a. von Canadair in Lizenz gebaute Lockheed T-33A/N Kampfflieger aus den 70ern des letzten Jahrhunderts (je nach Quelle zwischen 12 und 18; teilweise vor kurzem in Kanada modernisiert) und vermutlich noch 11 Trainingsflugzeuge des schweizerischen Typs Pilatus PC-7, die auch zur Bekämpfung des Drogenanbaus eingesetzt werden. Dazu kommen etwa zwei Dutzend Transportflugzeuge und rund 50 Transporthubschrauber unterschiedlicher Typen. Die bolivianische Luftwaffe betreibt mit dem Transporte Aéreo Militar (TAM) einen landesweiten, öffentlichen Linienflugverkehr auch in abgelegene Landesteile.
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| Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bolivien
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