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Chile - Infrastruktur

Infrastruktur:
Straßennetz:
Der Straßenverkehr hat sich auch in Chile zum wichtigsten Verkehrsträger entwickelt. Das Straßennetz ist 79.800 km lang, davon sind 11.012 km asphaltiert. In den letzten Jahren wurde viel Geld in die Verkehrsinfrastruktur investiert, so dass dieser Wert heute wohl deutlich überschritten werden dürfte. Die wichtigste und mittlerweile durchweg als Autobahn ausgebaute Transportachse ist die etwa 3.000 km lange Ruta 5 – ein Bestandteil der Panamericana. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Grenzstadt Arica bis nach Puerto Montt im Süden.
Im Jahre 1976 begann der Bau der Carretera Austral, ein ehrgeiziges Straßenbau-Projekt unter Diktator Augusto Pinochet um die Regionen von Puerto Montt bis Feuerland zu verbinden. Die Straße ist bis heute im Bau. Dies führt dazu, dass mit Ausnahme der Insel Chiloe der Teil des Landes südlich von Puerto Montt nur über argentinische Straßen zu erreichen ist, was z.B. zur Folge hat, dass bei Autovermietungen, die nur für Chile gelten (d.h. mit dem gemieteten Auto darf nicht ins Ausland gefahren werden), der tiefe Süden nur über eine 1-2 mal pro Woche verkehrende Fährverbindung erreichbar ist.
Nach europäischen Maßstäben als gut ausgebaut können nur die Panamericana und sonstige mautpflichtige Straßen bezeichnet werden. Die restlichen Straßen haben eine wesentlich schlechtere Qualität.
Busse:
Das Busnetz ist vollkommen in privater Hand und recht unübersichtlich.
Die gängigste Verkehrsart, um in andere Städte zu kommen, ist der Überlandbus, wo es verschiedene Anbieter und verschiedene Komfortklassen gibt. Bei den Stadtbussen sollte vorher der Linienverlauf bekannt sein. Im Gegensatz zum deutschen ÖPNV gibt es meistens weder Fahrpläne noch Haltestellen. In der Regel winkt man den gewünschten Bus heran, zahlt die Fahrt, und wenn man aussteigen will, gibt man dem Fahrer bescheid.
Eisenbahn:
Die erste chilenische Eisenbahn fuhr 1851 von Caldera nach Copiapó. Mit dem Salpeterboom wurde das Schienennetz in Nordchile ab 1871 stark ausgebaut. Damals befand sich der Norden noch im Besitz von Peru und Bolivien. Eine der ersten Strecken führte von La Noria nach Iquique. Die Strecken wurden direkt an den Salpeterminen verlegt, so dass Ende des 19. Jahrhunderts große Teile von der Regionen Tarapacá, Antofagasta und Atacama eisenbahntechnisch erschlossen waren. Parallel dazu erfolgte der Ausbau der Strecken zu den großen Hafenstädten in Zentralchile, wie San Antonio und Talcahuano.
Heute wird das chilenische Schienennetz von der staatlichen Eisenbahngesellschaft EFE betrieben. Zudem betreibt eine Tochtergesellschaft der staatlichen Eisenbahngesellschaft das S-Bahn-Netz in Valparaiso. Der Güter- und Personenverkehr, das Immobilienvermögen und der Personalbestand werden von verschiedenen Tochtergesellschaften verwaltet. Das Eisenbahnnetz kann aufgrund unterschiedlicher Spurweiten nicht durchgehend betrieben werden und besteht deshalb aus zwei verschiedenen Teilnetzen:
  • Südlich von Santiago besteht ein 3.743 km langes Breitspurnetz (Spurweite 1676 mm), von denen 1.653 km elektrisch betrieben werden. Zwischen Santiago und Temuco wird das Eisenbahnnetz auch für den Personenverkehr benutzt.
  • Nördlich von Santiago besteht ein 2.923 km langes Meterspurnetz, von denen 40 km elektrisch betrieben werden. Auf diesem Meterspurnetz findet kein Personenverkehr statt.
Der Personenverkehr ist im Rückgang begriffen, was durch die starke Konkurrenz der Busunternehmen und die schlechte Qualität der Waggons und Strecken begründet ist. So konnte man bis vor einigen Jahren mit dem Zug noch bis Puerto Varas fahren. Es gibt Bestrebungen, wieder mehr Personen per Schiene zu befördern. So hat Puerto Montt mittlerweile (2006) einen neuen Hauptbahnhof am Stadtrand erhalten, jedoch sollen mehrstündige Verspätungen noch üblich sein.
In der Hauptstadt Santiago de Chile existiert ein über 45 km langes U-Bahn-Netz (Metro de Santiago), dessen erste Teilstrecke 1975 eröffnet wurde. Zur Zeit wird das U-Bahn-Netz stark ausgebaut und soll dann 83 km lang sein.
Häfen:
Ein Großteil des Im-/Exports Chiles wird über große Seehäfen abgewickelt. Die Hauptausfuhrgüter sind Kupfer, Eisen, Zellstoff, sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse. Viele Häfen verfügen über moderne Containerterminals.
Wichtige Häfen gibt es in Antofagasta, Arica, Chañaral, Coquimbo, Iquique, Puerto Montt, Punta Arenas, San Antonio, San Vicente, Talcahuano und Valparaíso.
Besonders in Südchile spielen Fährverbindungen eine wichtige Rolle, da hier die Straßenverbindungen aufgrund von vielen Fjorden und Inseln schlecht realisierbar sind.
Wichtigste Stützpunkte der chilenischen Marine sind Valparaíso und Talcahuano.
Vor dem Bau des Panama-Kanals waren Valparaíso und Punta Arenas die wichtigsten Häfen für den Pazifikhandel. 1840 errichtete die Pacific Steam Navigation Company die erste Dampfschifffahrtslinie in Südamerika von Valparaíso nach Callao in Peru.
Flughäfen / Luftfahrt:
Aufgrund der riesigen Länge von über 4.000 km spielt der Flugverkehr eine wichtige Rolle. Die größten Flughäfen besitzen Santiago de Chile, Puerto Montt, Talcahuano, Temuco, Iquique, Antofagasta und Punta Arenas. Über das ganze Land sind zusätzlich viele kleine Regionalflughäfen verteilt.
Der erste Motorflug in Chile fand am 21. August 1910 statt, der Pilot hieß César Copetta Brosio. Bekannt wurden insbesondere Dagoberto Godoy, der 1918 als erster die Anden überflog und José Luis Sánchez Besa, ein chilenischer Flugbootpionier. Der Beginn der Flugpostbeförderung wurde ab 1. Januar 1919 von Santiago de Chile nach Valparaíso vom Piloten Clodomiro Figueroa mit einer Morane-Saulnier MS-35 durchgeführt.
1929 gründete Kommodore Arturo Merino Benítez mehrere lokale Fluggesellschaften, diese formierten sich ab 1932 zu der heutigen Fluggesellschaft LAN. Sie ist seit 1989 privatisiert und gehört mittlerweile durch eine expansive Geschäftspolitik zu den fünf größten und erfolgreichsten Airlines Lateinamerikas, mit Filialen in Peru LAN Peru, Argentinien LAN Argentina, Ecuador LAN Ecuador und der Dominikanischen Republik LAN Dominicana. Die frühere zweite chilenische Fluggesellschaft Ladeco wurde Anfang der 1990er Jahre aufgekauft.
Postwesen:
Das Postwesen wurde bereits 1748 von den Spaniern eingeführt, ab 1853 gab es chilenische Briefmarken.
Telekommunikation:
Im Jahre 1851 erhielt der Engländer William Wheelwright von der Pacific Steam Navigation Company den Auftrag eine Telegrafenlinie zu errichten. Nach ersten Tests konnte am 21. Juni 1852 die erste Nachricht von Valparaiso nach Santiago geschickt werden. Im April 1853 begann der reguläre Betrieb. Danach begann man mit dem Ausbau der Telegrafenstrecken entlang der Eisenbahnlinien. Die ersten Strecken von Santiago führten nach Valparaiso und Talca und wurden 1857 komplett fertig gestellt. Bis 1892 konnte das ganze Land mit Telegraphen erreicht werden. Feuerland war über ein Seekabel angebunden worden.
Die ersten Telefone wurden 1880 in Valparaiso eingeführt. 1930 bildete sich die Telefongesellschaft Compañía de Teléfonos de Chile CTC, die später von der spanischen Telefónica übernommen wurde. Der Radiobetrieb begann mit Radio Chileña in Santiago 1922.
Der zweite große Telekommunikationskonzern in Chile ist ENTEL (Empresa Nacional de Telecomunicaciones SA de Chile), der größte Anbieter von Internet- und Mobilfunkdiensten in Chile. ENTEL, Telefonica und weitere zum Teil lokale Anbieter betreiben heute ein nahezu flächendeckendes Netz für die Mobiltelefonie.
Energie:
Die Stromgewinnung aus Wasserkraft stellt etwa die Hälfte der in Chile erzeugten Energie. Danach folgen Kohle mit einem Viertel und Erdgas.
Der Wasserkraftausbau ist begrenzt, da die Bevölkerung in vielen Gegenden die Zerstörung von Flusstälern durch Stauseen ablehnt. Die Erdgasversorgung wird zu 90% durch Erdgaslieferungen aus Argentinien sichergestellt. Da Chile diese starke Abhängigkeit langfristig verringern möchte, werden eine Vielzahl von alternativen Energien diskutiert.
Insbesondere die geothermische Energie ist interessant, da hier Chile aufgrund der vulkanischen Aktivitäten viele Möglichkeiten hat. Wind- und Sonnenenergie werden bisher wenig genutzt, obwohl auch hier viel Potenzial liegt. Kernenergie wird in Chile bisher nicht genutzt.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chile aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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