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Die Bevölkerung konzentriert sich auf das Hochland im Nordwesten, das Gebiet um Tegucigalpa sowie den pazifischen Süden. Anders als etwa in Guatemala gehört der überwiegende Teil der honduranischen Bevölkerung zu den Mestizen, Nachfahren von europäischen Einwanderern und den Eingeborenen des Landes. Sie stellen etwa 90% der Bevölkerung. Der Rest der Bevölkerung sind Indianer (7%), Afrikaner (2%) und Europäer (1%). An der Nordküste lebt eine weitere Volksgruppe, die sich durch eine vollständig eigenständige Kultur und Sprache bewahrt hat: Die Garifuna, die indianische und afrikanische Vorfahren haben, leben vor allem in Küstendörfern an der gesamten Karibiküste von Honduras Belize und zt. Nicaragua. Entgegen der häufigen Meinung leben die Garifuna noch nicht sehr lange auf den Cayos Cochinos und den Bay Islands oder Islas de la Bahia. Die dortigen Garifuna-Siedlungen entstanden erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Im Landesinneren und in Mosquitia gibt es noch kleine Gruppen indianischer Ureinwohner. Diese so genannten Ureinwohner haben sich in schwer zugängliche Bergtäler zurückgezogen, wo sie vom Bildungs- und Gesundheitswesen und vom politischen Geschehen abgeschnitten sind. Einige Stämme von "Flussindianern" durchstreifen die Wälder an der Karibikküste noch als Sammler und Jäger. Das Vorrücken der Holzfällerkolonnen könnte auch ihren Lebensraum zerstören.
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Das hohe Bevölkerungswachstum verstärkt die Landflucht und lässt die Elendsviertel der Städte ausufern. Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze, ein Fünftel sind Analphabeten. Unter- und Fehlernährung sind weit verbreitet. Die medizinische Versorgung auf dem Land ist miserabel. Der Anteil der Analphabeten wurde zwar in den Städten auf unter 20 % gedrückt, liegt aber auf dem Land noch immer bei über 50 %. Der schlechte Ausbildungsstand ist wiederum ein Grund für den Mangel an Fachkräften, der die Entwicklung in allen Bereichen behindert.
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Die Altersstruktur der honduranischen Bevölkerung ist durch das relativ hohe Bevölkerungswachstum von derzeit jährlich 2,8 % geprägt. Kindern und Jugendliche unter 15 Jahren machen über ein Drittel (41 %) der Gesamtbevölkerung aus. Derzeit bekommt jede Frau in ihrem Leben durchschnittlich 4,1 Kinder. Honduras liegt bei all diesen Indikatoren erheblich über dem lateinamerikanischen Durchschnitt (jährliches Bevölkerungswachstum: 1,6%; Bevölkerung unter 15 Jahren: 30 %; Fruchtbarkeitsrate: 2,6 Kinder pro Frau).
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40,8% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt (davon männlich 1.452.646 / weiblich 1.393.271), 55,5% sind zwischen 15-64 Jahre alt (davon männlich 1.921.432 / weiblich 1.948.656), 3,7% sind älter als 65 Jahre (davon männlich 122.146 / weiblich 137.053). Das Durchschnittsalter liegt bei 19.15 Jahren, die Lebenserwartung liegt bei 69.3 Jahren. (Stand 2005)
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Die Mestizen sprechen die spanische Landessprache, die Indios daneben auch ihre eigenen Lokalsprachen, die Küstenbewohner kreolisch eingefärbtes Englisch.
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Die Bevölkerung gehört zu 97 % der römisch-katholischen Glaubensrichtung an, die auch nach der Trennung von Staat und Kirche die wichtigste moralische Instanz des Landes darstellt. Sie betont die Sozialverpflichtung des Eigentums und die Verantwortung der Wohlhabenden für die Verbesserung der Lage der Armen und Benachteiligten. International anerkannt ist der Anfang des Jahres 2001 in den Kardinalsstand erhobene Erzbischof von Tegucigalpa und ehemalige Vorsitzende der lateinamerikanischen Bischofskonferenz, Oscar Rodríguez Madariaga. Als Vorsitzender der vom Staatspräsidenten gebildeten Anti-Korruptionskommission setzt er sein erhebliches persönliches Ansehen für mehr Transparenz und soziale Verantwortung im politischen Leben seines Landes ein. Der Rest besteht vorwiegend einer protestantischen Minderheit. Durch massive Unterstützung aus den USA haben verschiedene protestantische Kirchen erfolgreiche Missionsarbeit geleistet, besonders auf den Islas de la Bahía. Viele praktizieren ihre Religion aber nur an hohen Feiertagen und auch dann nur unter Beimengung von allerlei vorchristlichen Vorstellungen und Zeremonien. Die Mischlinge verschmolzen die Religionen ihrer Urahnen mit dem Glauben ihrer Eroberer.
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Honduras ist nach Haiti eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. 71,6 % der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze (Quelle TAZ). Andere Schätzungen gehen von bis zu 80 % aus.
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Jedes Jahr wandern viele Honduraner ins Ausland aus, vornehmlich in die USA. Die Arbeitslosigkeit in Honduras ist hoch, jedoch aufgrund der Erwerbsstruktur sind die Statistiken kaum verlässlich. Gerade die tatsächliche Armut der Landbevölkerung ist über eine Arbeitslosenstatistik nicht erfassbar.
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Problematisch sind auch die aus Armut und Perspektivlosigkeit entstandenen Jugendbanden wie "Barrio 18" oder "Mara salvatrucha", die teilweise ganze Viertel und Städte terrorisieren. Viele Mitglieder kommen zudem aus zerrütteten Familien. Schätzungen gehen davon aus, dass beide rivalisierende Jugendbanden jeweils bis zu 40.000 Mitglieder haben (Quelle Auswärtiges Amt, Sicherheitshinweise Honduras) Allerdings sind diese Jugendbanden nicht nur ein Problem in Honduras. In El Salvador und Guatemala gibt es ähnliche Banden, die ihre Zugehörigkeit u.a durch Tattoos zum Ausdruck bringen. Die Regierung jedenfalls geht hart gegen diese Jugendbanden vor. Seit 2003 gibt es ein Gesetz, das allein die Mitgliedschaft in einer Bande mit mindestens drei Jahren Gefängnis bestraft. Die katholische Kirche und andere christliche Organisationen haben ein Re-sozialisierungsprogramm für ehemalige "Mareros" gegründet.
| | Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Honduras
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