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In den Jahren 1517 und 1518 erreichen die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernández de Córdova und Juan de Grijalva die Halbinsel Yucatán. Die neu „entdeckten“ Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstände machen die tierra firme, das Festland, für die Spanier interessant. In den Jahren 1519 bis 1521 gelingt es Hernán Cortés, das so genannte Azteken-Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbündeter zu stürzen. Das heutige Mexiko wird zum Vizekönigreich Neuspanien.
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wurde die Unabhängigkeit von Spanien erklärt, die einen langen Krieg nach sich zog, der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte. Erstes Staatsoberhaupt der jungen Nation war Agustín de Iturbide der das Land ab 1822 als Kaiser regierte. Bald verlor das mexikanische Gebiet an Größe, durch Verkauf an und durch die Invasion der USA (siehe auch Mexikanisch-Amerikanischer Krieg).
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In den 1860ern stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich, das in dieser Zeit den Kaiser Maximilian I. (Habsburg) einsetzte. Der von den Franzosen vertriebene Präsident Benito Juarez beendete endgültig die Ära des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians.
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Die lange Diktatur Porfirio Díaz' führte 1910 zur Mexikanischen Revolution und 1911 zu seinem Rücktritt. Die revolutionären Kräfte besiegten die Armee, verloren sich aber in internen Streitereien, die das Land zwanzig Jahre lang in ständiger Unruhe hielten. Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) das Land bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
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Mexiko war das einzige Land (von 17 Mitgliedern eines "Völkerbundsrates"), das am 19. März 1938 den Anschluss Österreichs durch Deutschland laut mit Protest belegte und damit auf weltweiter Ebene frühzeitig Flagge gegen die Nazis zeigte (siehe Walter Truckenbrodt, dort gen. Werk Seite 144). Mexiko wies auf die Folgen für den (Welt-) Frieden hin, wenn die Pflichten aus der Völkerbundssatzung und aus dem internationalen Recht nicht eingehalten werden. Der Autor Truckenbrodt, später ein sehr hoher Beamter in der Bundesrepublik Deutschland, mokiert sich 1941 darüber. Aus Anerkennung für diese Tat wurde in Wien ein Straßenabschnitt mit dem Namen Mexikoplatz benannt.
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Das Land ist nach der Hauptstadt der Azteken, Mexico-Tenochtitlan (jetzt Mexiko-Stadt), benannt. Für die Herkunft der Bezeichnung Mexico gibt es verschiedene Erklärungen. Nach einer Erklärung stammt der Teil Me von metl, was die Agavenpflanze (auch: Maguey) bezeichnet, und der Teil xi von xictli (Nabel). Das co bzw. ko im Namen ist einfach ein Ortssuffix. Zusammengesetzt ergäbe dies: "Der Platz, wo der Nabel (der Mittelpunkt) der Maguey liegt". Eine andere Erklärung leitet Mexico vom Kriegsgott Mexitli her, dessen Name sich wiederum aus metztli (Mond) und xictli (Nabel) zusammensetzt („Mondkind“). Alle diese Wörter sowie viele weitere geographische Namen basieren in ihrer lateinischen Schreibweise auf der (kastilischen) Transkription der Spanier, der ersten Europäer dort. Sie schrieben den /?/-Laut (deutsch: sch) der Nahuatl-Sprache wie damals bei ihnen üblich als x. Seither hat sich die Aussprache des Spanischen allerdings gewandelt und das alte x wird /x/ (deutsch: ch (nach a, o, u)) ausgesprochen – ebenso wie j und g (vor e, i), die einstmals /?/ (französisch: j) lauteten. In der Folge werden nun alle diese Wörter mit j oder g geschrieben (z. B. wird Don Quixote zu Don Quijote) und x klingt ähnlich wie im Deutschen. Namen wurden allerdings wie auch bei anderen vergleichbaren Vorgängen anderswo nur teilweise (vgl. z. B. Celle) an die neue Buchstaben-Laut-Zuordnung angepasst. Trotzdem findet sich in spanischen Texten auch die Schreibweise Méjico statt México. In Mexiko selbst wird meist Wert auf die Schreibung mit x gelegt, da sie als eigene, nicht koloniale Schreibung gilt. Die königlich-spanische Akademie (Real Academia Española), die für die Festlegung der spanischen Orthographie zuständig ist, lässt beide Schreibweisen zu. Daneben wird das x teilweise, etwa in „Xola“ und in „Xochimilco“, als /?/ bzw. /s/ ausgesprochen (etwa »Schola» bzw. »Sotschimilko»).
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Auf deutsch müsste es vom Original (heute: Mexihco) her also eher „Mäschiko“, „Määschiko“ oder „Mähschiko“ und von der aktuellen Aussprache eher „Mächiko“ (oder „Mähchiko“) heißen, wobei das deutsche ch nach ä, e und i üblicherweise /ç/ gesprochen wird und somit dem mexikanischen x in diesem Kontext entspricht. Beide spanischen Schreibweisen (México und Méjico) erfordern von den meisten nicht spanischsprachigen Lesern zusätzliches Wissen zur Aussprache, da x und j in den meisten Sprachen für andere Laute stehen.
| | Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mexiko
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