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Artikel zum Thema: Kuba News



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Kuba-Wanderausstellung: -Discover (the real) Cuba-
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Thema: Kuba News IGFM tourt mit Menschenrechtsausstellung durch Deutschland. Berlin / Frankfurt am Main (5. Dezember 2007) - Kuba ist ein Land der Gegensätze, planwirtschaftlicher Mangel und touristischer Luxus, Unterdrückung und Lebensmut, Diktatur und freiheitlicher Idealismus prallen hier aufeinander. Zu diesem Thema hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eine Ausstellung organisiert und heute in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin präsentiert. Die in Frankfurt ansässige IGFM will die Ausstellung in 100 deutschen Städten zeigen.

"Wir wollen deutsche Urlauber aufrütteln. Schließlich kann man in Kuba nicht mit gutem Gewissen die Seele baumeln lassen, solange dort Menschen diskriminiert und gefangen gehalten werden, nur weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen wollen", erläuterte der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin. Die Ausstellung möchte ein realistisches Bild von der sozialistischen Republik Kuba zeigen und die Öffentlichkeit auf die Menschenrechtsverletzungen, die auf der karibischen Insel begangen werden, aufmerksam machen. Dafür thematisiert die Ausstellung die Zensur, willkürliche Verfolgung und Haft von Regimegegnern, Tourismus und die sozialistische Mangelwirtschaft.

Die Ausstellung fordert zu bewusstem und verantwortungsvollem Reisen auf. Unter den europäischen Urlaubern stellen deutsche Touristen den größten Anteil. Und aufgrund der Unterstützung des Aufbaus der kubanischen Sicherheitskräfte durch die Staatssicherheit der DDR sieht die IGFM deutsche Urlauber in besonderer Verantwortung. Anhand von Bildern wird der Gegensatz zwischen den Feriendomizilen der Urlauber und der Armut der kubanischen Bevölkerung besonders deutlich.

Ein weiterer Teil der Ausstellung befasst sich mit den Schicksalen der politischen Gefangenen. Es wird über die Verurteilung und die "Straftaten" der Gefangenen ebenso berichtet, wie über die unmenschliche Haftsituation der Gefangenen. So soll ein Einblick in die kubanische Strafgesetzgebung und schnelle Verurteilung politischer Dissidenten gegeben werden.

Die Meinungs- und Pressefreiheit stellt ein weiteres Schwerpunktfeld der Ausstellung dar. In Kuba sind alle Parteien außer der kommunistischen verboten, es gibt nur eine Tageszeitung und keine unabhängigen Gewerkschaften. Regimekritische Schriftsteller und Journalisten werden verfolgt, sind inhaftiert oder mussten das Land verlassen. Die nächste Station ist das Mauermuseum (Haus am Checkpoint Charly) in Berlin, das die Ausstellung am 12. und 13. Dezember zeigen wird.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Mittwoch, 05. Dezember 2007

Studenten fordern Selbstverwaltung, Meinungs- und Versammlungsfreiheit
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Thema: Kuba News Fünftausend Unterschriften für Petition gesammelt.

Havanna / Frankfurt am Main (29. November 2007) – 5.000 Studenten haben eine Petition für die Selbstverwaltung der Universitäten ohne staatliche Einflussnahme und für die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit unterzeichnet. Initiator der Petition ist nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) die nichtstaatliche Initiative "Universitätsstudenten ohne Grenzen".

Am 27. November präsentierten in Havanna Studenten aus Santiago de Kuba, Holguín, Villa Clara und Havanna zusammen mit Vertretern anderer Bürgerrechtsgruppen eine an die kubanische Regierung gerichtete Petition mit 5.000 Unterschriften Angehörigen westlicher Botschaften und Medien. Der Bürgerrechtler Nestor Rodríguez Lobaina, Präsident der "Kubanischen Jugend für demokratische Entwicklung" und Gründer der Initiative "Universitätsstudenten ohne Grenzen" kommentierte die Aktion: "Wir wollen die Petition bei den zuständigen Behörden einreichen, sobald die kubanische Regierung sich öffentlich verpflichtet hat, keine Repressalien gegen die Unterzeichner auszuüben, die sich für die akademische Freiheit einsetzen."

Am selben Tag veranstaltete eine größere Gruppe Studenten einen symbolischen Marsch durch Havanna zur Kirche El Carmen. Sie trugen T-Shirts, bedruckt mit den Fotos von Jose Antonio Echeverria, einem pro-demokratischen Studenten, der während der kubanischen Revolution getötet wurde.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Donnerstag, 29. November 2007

Kuba: Brutale Übergriffe auf Menschenrechtsaktivisten
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Thema: Kuba News Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist entsetzt über das brutale Vorgehen militanter Castro-Anhänger und Volkspolizisten gegen Menschenrechtsaktivisten in Kuba. Schlägertrupps der kommunistischen Partei gingen im Armenviertel von Havanna brutal gegen Familienangehörige von Menschenrechtsverteidigern vor, zerstörten deren Möbel und persönlichen Besitz. Den festgenommenen Menschenrechtlern wurde weitere Verfolgung angedroht.

Am 22. November 2007 um 21 Uhr waren über 30 Personen, darunter Beamte der kubanischen politischen Polizei, der kubanischen Staatssicherheit sowie militante Castro-Anhänger gewaltsam in das Armenviertel 'Cambute' in San Miguel del Padron in Havanna/Kuba eingedrungen und hatten das Haus des 30jährigen Menschenrechtlers Juan Bermudez Toranzo durchwühlt. In dem Haus wurde gerade eine Nachtwache für die Freilassung aller kubanischen politischen Gefangenen abgehalten. Die Schlägertruppe schlug brutal auf die Familienangehörigen und die Nachbarn ein, ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder.

Juan Bermudez Toranzo und sein zweijähriger Sohn wurden auf die Straße geschleift, wo man ihn in einen Polizeiwagen stieß, in dem sich bereits andere Aktivisten der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte befanden. Vier Menschenrechtler und ein evangelischer Pastor wurden auf das 11. Polizeirevier von San Miguel del Padron in Havanna gebracht, wo gegen sie "ermittelt" wird. Die Staatssicherheit empfahl Nery, der Frau von Bermudez Toranzo, sich um einen Rechtsanwalt zu bemühen, da gegen die Festgenommen eine offizielle Anklage erhoben würde.

Inhaftiert wurden:

  • Juan Bermúdez Toranzo, Vizepräsident der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte,
  • Osmar Osmani Balmán del Pino, Delegierter der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte im Stadtbezirk San Miguel del Padron,
  • José Luis Rodríguez Chávez, Vizepräsident der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte in der City von Havanna,
  • William Cepero, Präsident der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte im Distrikt Alt-Havanna,
  • Yordis Ferrer, evangelischer Pastor einer Pfingstgemeinde, der Juan Bermudez Toranzo's Frau Nery zu Hilfe eilte, als die Schlägertruppe auf sie einschlug.

Menschenrechtsaktivisten und die Familienangehörigen der Festgenommenen haben mit einem Sitzstreik vor dem 11. Polizeirevier in Havanna in der Nacht zum 22. November gegen die willkürlichen Festnahmen protestiert. Die Menschenrechtsverteidiger sind ausschließlich wegen ihrer Aktivitäten für die Rechte mittelloser Kubaner im Gefängnis. Juan Bermudez Toranza gründete eine unabhängige Gewerkschaft für Stadttaxifahrer. Ihr gehören Kubaner an, die Bürger transportieren und sich damit ihren Lebensunterhalt erwirtschaften. Die Regierung unterdrückt dieses Bestreben und stellt keine Lizenz aus. Am 12. November hatten die Gewerkschaftsangehörigen zugunsten der Kinder dieses Armenviertels Aktivitäten in den Straßen von Cambute organisiert.

Die IGFM fordert die kubanische Regierung auf, die gefangenen Menschenrechtler sofort freizulassen und gegen die gewalttätigen Angreifer ein Verfahren einzuleiten. Die internationale demokratische Gemeinschaft darf solch einen Umgang mit Menschenrechtlern nicht zulassen. Daher fordert die IGFM von allen Regierungen eine Verurteilung der kubanischen Praxis von extralegaler Gewalt und politischer Haft.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Dienstag, 27. November 2007

Zeitung in Kuba widerspricht Regierung
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Thema: Kuba News Havanna - Eine kubanische Zeitung hat Regierungsangaben angezweifelt, dass es fast keine Arbeitslosen auf der sozialistischen Karibikinsel gibt. Die Jugendzeitung "Juventud Rebelde" (Rebellische Jugend) der kommunistischen Partei schrieb am Sonntag, die offiziellen Angaben von zwei Prozent Arbeitslosigkeit spiegelten niemals die Realität wider.

Quelle: derstandard.at
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Geschrieben von m-t am Sonntag, 25. November 2007

Kuba: Journalist und Bürgerrechtler in akuter Lebensgefahr
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Thema: Kuba News Testament des politischen Gefangenen Juan Carlos Herrera Acosta.

Kuba, Camagüey, Gefängnis Kilo 8 / Frankfurt am Main (23. November 2007) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat ein erschreckendes Dokument aus dem kubanischen Gefängnis Kilo 8 in Camagüey erhalten. Es ist der verzweifelte Hilferuf des lebensbedrohlich erkrankten politischen Gefangenen Juan Carlos Herrera Acosta. Der Journalist und Bürgerrechtler schreibt: "Die Gefängnisleitung blieb trotz der Befunde desinteressiert und gleichgültig, bis ich mir am 23. Oktober meinen Mund als Ausdruck der Verletzung meiner Rechte und der schlimmen Lebensbedingungen zugenäht habe. Ich werde hier wie ein wildes Tier gehalten. Sogar die Wachhunde leben unter besseren Bedingungen".

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, fordert die Regierungen der Europäischen Union auf, sich unverzüglich für die bedingungslose Freilassung des gewaltfreien Bürgerrechtlers einzusetzen. Lessenthin: "Juan Carlos Herrera Acosta muss leben. Er ist in seinem Zustand keine Bedrohung für das Regime, sondern er benötigt sofortige lebensrettende medizinische Hilfe! Das Castro Regime soll seiner Ausreise in einen europäischen Staat oder die USA nicht im Wege stehen".

Der 41-jährige Journalist wurde im März 2003 verhaftet und kurz darauf auf Grundlage des Gesetzes 88 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Er gehört zur Gruppe der 75, die als Dissidenten im sogenannten "schwarzen Frühling" inhaftiert und in Schnellprozessen zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Als Mitglied des Kubanischen Rates für Menschenrechte und Demokratie sowie als nationaler Koordinator der Bewegung Jugend für Demokratie hat er sich vor seiner Verhaftung für den Aufbau einer zivilen Gesellschaft engagiert.

Herrera Acosta leidet infolge der Unterversorgung und der unmenschlichen Haftbedingungen an starker Unterernährung, Mangelerscheinungen, Hautkrankheiten und verschiedenen starken Beschwerden des Herzens, der Lunge und anderer Organe.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Freitag, 23. November 2007

Inhaftierter Gewerkschafter Villarreal Acosta in äußerst kritischer Verfassung
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Thema: Kuba News IGFM fordert sofortige Freilassung und ärztliche Behandlung im Ausland.

Santiago de Cuba / Frankfurt am Main (31.Oktober 2007) – Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, hat sich der Gesundheitszustand des politischen Gefangenen Antonio Augusto Villarreal Acosta in Kuba bedrohlich verschlechtert. Der regimekritische Gewerkschafter und Bürgerrechtler ist bereits seit vier Jahren inhaftiert. Nach Berichten seines Sohnes, Antonio (Tony) Villarreal, hat er im Gefängnis aufgrund der Mangelversorgung etwa 60 Prozent seines ursprünglichen Körpergewichts verloren. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, forderte die kubanische Regierung auf, Villarreal Acosta unverzüglich freizulassen und zu einer medizinischen Behandlung im Ausland ausreisen zu lassen.

Derzeit wiegt Villarreal Acosta unter 40 kg. "Er sieht so mager aus, als ob er in einem Lager des Zweiten Weltkrieges wäre" erklärte sein im Ausland lebender Sohn gegenüber der in Frankfurt ansässigen IGFM. Er erhielt die Informationen per Telefon von Silvia Aguado Alfonso, der Frau des Gefangenen.

Antonio Augusto Villarreal Acosta (57) wurde während der Welle der Unterdrückung in Kuba im März 2003 zusammen mit 74 weiteren Dissidenten verhaftet und danach in einem Schnellverfahren zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Zur Zeit seiner Verhaftung war er Präsident der Unabhängigen Demokratischen Front und engagierte sich als Vorstand für die staatsunabhängige Verkehrsgewerkschaft CCGPV in Corralillo. Er veröffentlichte Berichte über Probleme des kubanischen Transportwesens, der Nahrungsmittelversorgung und über den Mangel an Wohnunterkünften. Inhaftiert ist er im Gefängnis de Boniato in Santiago de Cuba, 598 km von seiner Familie entfernt.

Nach Informationen der IGFM ist bei 306 Menschen bekannt, dass sie aus politischen Gründen inhaftiert sind. Die Gefangenen waren vor ihrer Verhaftung als regimekritische Journalisten, unabhängige Bibliothekare, Gewerkschafter oder Ärzte tätig. Die IGFM fordert die Freilassung aller politischen Gefangenen auf der seit knapp 50 Jahren von den Castro-Brüdern diktatorisch regierten Karibikinsel und erinnert: "Kuba ist Mitglied im UN-Menschenrechtsrat und richtet über die Menschenrechtslage in anderen Staaten."

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Mittwoch, 31. Oktober 2007

Kuba/Vatikan: Erste Seligsprechung eines Kubaners
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Thema: Kuba News Diakon Fray Jose Lopez Piteira war Opfer des Kommunismus - IGFM fordert Religionsfreiheit in Kuba und Freilassung der Gewissensgefangenen.

Frankfurt / Rom / Havanna (26. Oktober 2007) - Am Sonntag, den 28. Oktober 2007, spricht Kurienkardinal Martins auf dem Petersplatz in Rom 498 christliche Märtyrer der spanischen Glaubensverfolgung der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts selig. Die so genannte republikanische "rote" Truppe unter kommunistischer Führung ermordete dabei am 30. November 1936 in Spanien den jungen katholischen Diakon Fray Jose Lopez Piteira. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) nimmt die Seligsprechung zum Anlass, auf die fortdauernde Verletzung der Religionsfreiheit in Kuba aufmerksam zu machen und ein Ende der Verfolgung anzumahnen.

Fray Jose Lopez Piteira war einer von mehreren Hundert Bischöfen, Priestern und männlichen und weiblichen Ordensgeistlichen, die zwischen 1934 und 1937 in Spanien von der sogenannten republikanischen roten Truppe ermordet wurden. Lopez Piteira war erst 24 Jahre alt und als Diakon tätig, als er am 30. November 1936 hingerichtet wurde. Er hätte seinem Tod entgehen können, wenn er sich auf seine kubanische Herkunft und Staatsbürgerschaft berufen hätte. Er hatte sich aber dafür entschieden, das gleiche Schicksal wie seine mitgefangenen Glaubensbrüder zu teilen.

Der Diakon war auf Kuba geboren und besaß die kubanische Staatsangehörigkeit. Er ist der erste offizielle katholische Selige Kubas. Die IGFM verbindet diese Seligsprechung dem Erinnern an die gegenwärtigen Opfer der sozialistischen Diktatur auf Kuba und die dortige Unterdrückung der Religionsfreiheit. Menschen, die aus ihrer christlichen Überzeugung heraus öffentlich für Meinungsfreiheit und Menschenrechte, oder gegen die kubanische Abtreibungspolitik eintreten, werden diskriminiert, verfolgt und ins Gefängnis geworfen. Dies gilt für Katholiken genauso wie für Angehörige anderer Konfessionen.

Die bekanntesten Beispiele dafür sind der Menschenrechtsverteidiger und Lebensrechtler Dr. Oscar Elias Biscet und der unabhängige Journalist Normando Hernandes Gonzales, die im Jahr 2003 zu jeweils 25jährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Die IGFM weist außerdem auf den Journalisten Alfredo Dominguez Batista, Mitglied der gewaltlosen christlichen Befreiungsbewegung hin, der im Frühjahr 2003 zusammen mit 74 anderen Bürgerrechtlern verhaftet und schließlich wegen angeblichen Verstoßes gegen Artikel 88 (Verbrechen gegen die nationale Sicherheit) zu 14 Jahren Haft verurteilt wurde.

Die Feindseligkeit gegenüber der katholischen Kirche in Kuba zeigt sich besonders in der Unterdrückung von Meinungsfreiheit und der Zugangsbeschneidung zu den Massenmedien sowie in der fehlenden Möglichkeit, Religion an den Schulen zu unterrichten oder Schulen in eigener Regie zu führen. Der Zugang zum Internet, etwa der kubanischen Bischofskonferenz, und Visa-Genehmigungen für ausländische Priester werden restriktiv gehandhabt.

Kleine Gesten wie neuerliche Genehmigungen zur Instandsetzung kirchlicher Gebäude sind zwar erfreulich, entsprechen aber nicht der von Kuba seit 1992 in der Verfassung garantierten Religionsfreiheit, so die IGFM. Kirchenrenovierungen bedürfen seit 1959 der Regierungsgenehmigung. Die protestantische Hauskirchenbewegung ist durch zwei Regierungsanordnungen vom September 2005 zunehmend unterdrückt und von Kirchenschließungen betroffen. Das kirchliche Leben und die gesellschaftlichen Aussagen der Kirche werden von den kubanischen Medien bewusst ignoriert oder sogar falsch dargestellt. Aufgrund der Zensur durch die Kommunistische Partei Kubas haben die Kirchen auch keine Möglichkeiten, eigene Radio- oder Fernsehprogramme zu betreiben oder Tageszeitungen zu veröffentlichen, so die IGFM.

Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsgesellschaft verweist aus Anlass der Seligsprechung auch auf die grausamen Methoden des kubanischen Strafvollzugs, die Verweigerung medizinischer Versorgung für politische Gefangene sowie auf die Mangelversorgung der Gewissensgefangenen in den Haftanstalten. Sie fordert die Freilassung aller politischen Gefangenen auf Kuba.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Freitag, 26. Oktober 2007

Kuba: Massenverhaftungen auf der Insel
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Thema: Kuba News 23 Personen "spurlos verschwunden", 25 verhaftet, 10 unter Hausarrest.

Havanna / Frankfurt am Main (1. Oktober 2007) – Während die Medien der Welt gebannt die Ereignisse in Birma verfolgten, schlug das Castro-Regime in Kuba wieder gegen die Bürgerrechtler zu. Das Resultat trifft die Oppositionellen der Castro-Diktatur hart; über 25 Oppositionelle sind verhaftet worden, 10 weitere unter Hausarrest gestellt, sowie 23 namentlich bekannte Bürgerrechtler spurlos verschwunden. "Das Castro-Regime nutzte die Ereignisse in Birma bewusst aus, um in deren Schatten still und unbemerkt die Massenverhaftung von politisch unbequemen Personen zu vollziehen. Dieselbe Taktik konnten wir bereits 2003 zum beginnenden Irak-Krieg beobachten, als im Schatten des ersten Angriffs auf Bagdad über 75 Oppositionelle verhaftet und bis zu 25 Jahren Haft verurteilt wurden", so der Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Martin Lessenthin.

Am Morgen des vergangenen Donnerstags, dem 27. September, fanden sich politische Oppositionelle in der Hauptstadt Havanna vor dem Justizministerium zu einem friedlichen Protest ein. Angeführt wurde dieser von Martha Beatriz Roque Cabello, Noelia Pedraza Jiménez und dem prominenten Bürgerrechtler Jorge Luís García Pérez - genannt Antunez. In Kuba zählt er zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Demokratiebewegung - seit den friedlichen Protesten zählt er zu den Vermissten. Er forderte zusammen mit den anderen Oppositionellen die bedingungslose und sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und kritisierte zudem öffentlich die Übergriffe und menschenunwürdigen Zustände, denen politische Häftlinge in kubanischen Gefängnissen ausgesetzt sind. Frau Martha Beatriz Roque Cabello, Kubas bekannteste Oppositionelle, übergab dem Justizministerium die schriftliche Auflistung aller Forderungen der Protestteilnehmer.

Die politischen Gefangenen, für die sich die Protestierenden einsetzten, wurden zum großen Teil in einer Massenverhaftung im März 2003 festgenommen und wegen angeblicher „Gefährdung der Unabhängigkeit und der Integrität des kubanischen Staates“ zu zum Teil 25 Jahren Haft verurteilt. Damals nutzte das Castro-Regime die Situation, dass das Weltinteresse auf Bagdad gerichtet war. Fast unbemerkt wurden Proteste in Kuba durch die Staatssicherheit niedergeschlagen und zahlreiche Personen verhaftet.

"Das Castro-Regime versucht seine Übergriffe systematisch der Weltöffentlichkeit zu entziehen. Und auch dieses Mal wurden Menschen zu Gefangenen gemacht, die lediglich ihr Recht auf Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit wahrgenommen haben. Kuba hat im Hinblick auf Menschenrechtsarbeit noch einen langen Weg vor sich", so der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Montag, 01. Oktober 2007

Kuba: Gefangener Journalist kurz vor dem Tod
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Thema: Kuba News IGFM: Politischem Gefangenen wird medizinische Versorgung verweigert.

Camagüey / Frankfurt am Main (18. September 2007) – Der aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung und Unterernährung todkranke Gewissensgefangene Normando Hernández González wurde am 14. September einem Arzt im Krankenhaus von Havanna vorgeführt, um "einmal durchgecheckt" zu werden, wie seiner Frau Yaraí Reyes Marín mitgeteilt wurde. Zuvor war dem schwerkranken Gefangenen immer wieder ärztliche Versorgung verweigert worden, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Mithäftlinge des Gefängnisses 'Kilo 7' in Camagüey berichten, dass Staatssicherheitsbeamte die "langsame Ermordung" des Kranken bewusst herbeiführen, indem sie ihm lebenswichtige Medikamente und ärztliche Versorgung systematisch vorenthalten. Normando Hernández González, Direktor der unabhängigen Journalistenhochschule in Camagüey und IGFM-Mitglied, ist einer der 75 im Frühjahr 2003 in Kuba inhaftierten Journalisten und Bürgerrechtler, berichtet die IGFM weiter. 2003 wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Derzeit befinden sich insgesamt 22 kubanische Journalisten auf Kuba in Haft, Normando Hernández González ist einer von ihnen. "Journalisten, Schriftsteller, unabhängige Bibliothekare und Ärzte sind die am härtesten von Verfolgung betroffenen Berufsgruppen in Kuba", erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Das Schicksal von Hernández González ist der lebendige Beweis. Die Liste seiner Erkrankungen ist quälend lang und vor allem: Dies ist seit langer Zeit bekannt. Tuberkulose, sehr starke Unterernährung und Mangelerscheinungen, eine chronische Margen-Darm-Entzündung, zwei verstauchte Halswirbel, chronische Kopfschmerzen, starker Bluthochdruck, anhaltender Brechreiz, totale Erschöpfung und der Verlust seiner Sehkraft führten zu der Noteinlieferung ins Krankenhaus von Havanna in den frühen Morgenstunden am vergangenen Freitag. Ohne den völligen Zusammenbruch zuvor, würde Hernández González jetzt immer noch auf ärztliche Hilfe warten. Wie lange ihm diese allerdings noch "gewährt" wird, bis er zurück in seine Zelle gesperrt wird, ist ungewiss.

Absichtlich mit Tuberkulose infiziert

Die IGFM machte bereits Ende 2006 auf den äußerst kritischen Gesundheitszustand des Inhaftierten aufmerksam; trotz dessen musste er weiterhin seine Haftstrafe von 25 Jahren im Gefängnis 'Kilo 7' in Camagüey mit unzureichender medizinischer Versorgung absitzen.

Hernández González berichtete Ende letzten Jahres in einer Nachricht aus dem Gefängnis, Militärbeamte hätten ihn vorsätzlich mit Tuberkulose infiziert, indem sie Gefangene mit offener TBC in seine Zelle verlegt haben. Auch Mithäftlinge berichten von der unmenschlichen Behandlung des gefangenen Journalisten.

"Solche 'Zusammenlegungen' und systematische Vorenthaltung medizinischer Grundversorgung sind nicht selten. Sie werden von der kubanischen Staatssicherheit bewusst eingesetzt, um die Gefangenen zu tyrannisieren und psychisch zu brechen", erklärte der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin, weiter.

Der Fall Normando Hernández González wurde von der IGFM beim Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf vorgelegt und gemäß der UN-Resolution 1503 eine Beschwerde gegen Kuba eingereicht. In diesem Rahmen sagte die Mutter des Kranken, Blanca González, als Zeugin aus.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Dienstag, 18. September 2007

Kuba: Ungeklärte Todesfälle in kubanischen Gefängnissen häufen sich
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Thema: Kuba News Politische Gefangene kommen in Kubas Gefängnissen ums Leben.

Havanna / Frankfurt am Main (27. August 2007) – Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ereigneten sich in den letzten Monaten mehrere ungeklärte Todesfälle in kubanischen Gefängnissen. Zwischen April und Juli 2007 kamen mindestens sechs Gefängnisinsassen während ihrer Haft ums Leben. Darunter der im April verstorbene 20jährige Norbert Jorrin Ortega, dem jegliche medizinische Versorgung verweigert wurde, und der 52jährige Jorge Betancourt, der am 31. Juli an einem Infarkt verstorben ist. Keiner der Verantwortlichen wurde für diese Geschehnisse belangt, kritisiert die IGFM. Sie fordert von der kubanischen Regierung, diesen Vorfällen nachzugehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

In den vergangenen vier Monaten dieses Jahres häuften sich die Berichte über ungeklärte Todesfälle in kubanischen Gefängnissen. Der 20jährige Norbert Jorrin Ortega verstarb im April 2007 im Krankenhaus "Miguel Enriquez", nachdem ihm im Gefängnis in Havanna jegliche medizinische Versorgung verweigert wurde.

Am 24. Juni sowie am 22. Juli wurden die politischen Gefangenen Manuel Acosta Larena, 47 Jahre, und Cecillio Echevarria Hernandez, 54 Jahre alt, in der Polizeistation Aguada de Pasajeros erhängt aufgefunden (Die IGFM berichtete darüber in einer Medieninformation am 29. Juni 2007). Der örtliche Polizeichef Miguel Lopez Santana wurde kurz darauf zum Oberstleutnant befördert. Ende Juli kamen weiterhin die Häftlinge Amaury Medina Puig und Carlos Rodriguez Labrada durch Mithäftlinge ums Leben.

Neuester Todesfall ereignete sich Ende Juli

Der jüngste Fall ist der Tod von Jorge Betancourt. Der 52jährige Häftling wurde in Havanna festgenommen. Eine Woche später klagte Betancourt über Schmerzen in der Brust. Die Sicherheitskräfte brachten ihn zu Fuß in das mehrere Kilometer entfernte Krankenhaus "Nacional", wo er bald darauf an einem Infarkt verstarb. Eine Woche vorher durfte seine Familie ihn für nur 10 Minuten besuchen. Er berichtete ihnen über unmenschliche Haftbedingungen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die Castro - Regierung auf, den ungeklärten Todesfällen nachzugehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person (Artikel 3). Die IGFM fordert den kubanischen Staat auf, dieses Recht für alle Menschen zu gewährleisten, insbesondere für die 323 politischen Gefangenen in Kuba, die die IGFM zur Zeit in ihrer Datenbank führt.

Quelle: IGFM

Geschrieben von m-t am Montag, 27. August 2007


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